Weinallergie – Kann man allergisch auf Wein sein und welche Alternativen gibt es?

Weingenuss kann allergische Reaktionen bewirken. Doch muss man in diesem Fall gleich von einer Weinallergie ausgehen? Muss man auf den Genuss des Weines verzichten, wenn man unangenehme Begleiterscheinungen bemerkt? Oder gibt es vielleicht auch alternativen, trotz allergischer Reaktionen?

Bisher konnte noch keine regelrechte Weinallergie nachgewiesen werden. Allerdings ist es möglich, dass Weingenuss zu allergischen Reaktionen des Körpers führt. Dafür sind unter anderem die enthaltenen Sulfite verantwortlich. Die Salze dieser schwefelhaltigen Säure können bei so manchem Allergiker zu unangenehmen Nebenwirkungen führen. Die Aufgabe dieser Inhaltsstoffe ist es, den Wein vor frühzeitiger Gährung zu bewahren

Zudem besagt eine Studie der Universität Mainz, dass bis zu 1,7 Prozent der Bevölkerung eine Weinunverträglichkeit haben. Verantwortlich dafür könnten der Botenstoff Histamin oder verschiedene Eiweiße, die im Wein enthalten sind, sein.

Was sind die Symptome einer Weinallergie?

Die Symptome von Allergikern, deren Körper den Schwefelanteil der Sulfite nicht verträgt, können von Schnupfen bis zu Herzrasen reichen. Befragte der Mainzer Studie gaben unterschiedliche Begeltierscheinungen an. Darunter waren Hautreizungen, Rötungen, Juckreiz, Magenkrämpfe oder Darmprobleme.

Gibt es Alternativen bei einer Weinallergie?

Auch für diejenigen, die den Wein lieben, aber ihn ungeschickterweise nicht vertragen, gibt es Möglichkeiten, um nicht ganz darauf verzichten zu müssen. In den meisten Fällen trat eine Unverträglichkeit nach dem Genuss von Rotwein auf. Verschiedene Experten, wie beispielsweise die Ernährungswissenschaftlerin Petra Wigand raten daher dazu, eher Weißwein oder Roséweine zu trinken. Im Rahmen des Projektes SO2SAY ist es Wissenschaftlern außerdem gelungen, Wein herzustellen, der ganze ohne Sulfite auskommt. Allerdings bleibt dieses Rezept vorerst leider noch geheim.