Wein und Spargel – das perfekte kulinarische Duo

Spargel & Wein, das passt einfach perfekt.

Spargel und Wein; Weißwein wie Burgunder, RivanerDa die Spargelpflanze, aber auch die Weinrebe weltweit zu den ältesten Pflanzen gehört, ist davon auszugehen, dass schon sehr lange Weine zu Spargelgerichten getrunken werden. Im deutschsprachigen Raum wurden die ersten Reben von den alten Römern vor mehr als zwei Tausend Jahren eingeführt. Auch die ersten Spargelpflanzen sind vermutlich durch die Römer nach Deutschland gekommen. Den ersten Spargel in Deutschland baute man im Jahre 1565 im „Stuttgarter Lustgarten“ an. Dies ist urkundlich belegt. Also kann geschlussfolgert werden, dass Wein und Spargel schon sehr lange miteinander ergänzt werden. Auch heute noch wird traditionell zu Spargelgerichten ein Glas Wein gereicht. Bei dieser Kombination kommt es jedoch auf die Auswahl der richtigen Weinkategorie an.

Dass Wein und das Königsgemüse zusammengehört, steht außer Frage. Sind doch beide nicht nur fein und elegant, sondern auch besonders im Geschmack. Eben ein gelungenes Duett von Aromen. Obwohl der Spargelgourmet zu Bleichspargel meist Weißwein mit einer Trinktemperatur von zehn bis zwölf Grad Celsius serviert, kann zu Grünspargel auch ein nicht zu schwerer, nicht vorlauter Rotwein oder ein Rosé kombiniert werden.

Grundsätzliches

Das wichtigste Kriterium, auf das bei der Auswahl des Spargelweines geachtet werden sollte, ist die Harmonie der Getränke- und Spargelaromen. Der Spargelkopf weist geschmacklich süße Nussaromen auf, die Spargelstange hat eine leichte bittere Note. Außerdem verfügt das Gemüse über Asparaginsäure, die sich mit der Weinsäure nicht so gut verträgt. Also muss bei der Weinauswahl darauf geachtet werden, dass die zarten Spargelaromen nicht überdeckt werden. Das heißt, die zu Spargelgerichten gereichten Weine sind überwiegend leichte, halbtrockene bis trockene Weißweine, die über eine zarte und dezente Würze und wenig Alkohol verfügen. Sie sollten keine Jungweine, sondern schon zwei oder drei Jahre gereift sein und keine vordergründige Säure aufweisen. In Barrique gereifte Tropfen eignen sich nur zur Ergänzung von Spargelgerichten mit mächtigen Soßen, wie Soße Hollandaise.

Doch auch die Spargelsorte und die Zubereitungsart des Gemüses spielt bei der Weinauswahl eine große Rolle. Um den richtigen Tropfen mit dem jeweiligen Spargelgericht zu kombinieren, ist schon ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt. Eines sollte man aber nicht vergessen: Weißweine zu Spargelgerichten sind immer kühl zu halten.

Spargelsorten und Spargelwein

Bei den Spargelsorten wird zwischen weißem Bleichspargel, violettem Bleichspargel und Grünspargel unterschieden. Die Farbe ist für die Intensität des Geschmacks und der Aromen entscheidend. Geerntet wird das edle Gemüse von Ende März / Mitte April bis zum 24. Juni, dem sogenannten „Johanni“. Also ist der 24. Juni der letzte Tag des Jahres, an dem Spargel gestochen wird. Dies ist darin begründet, dass die Spargelpflanze circa 100 Tage benötigt, um als grüner Busch herauszuwachsen und sich so auf den Winter vorzubereiten. Nur so kann sie den Winter überstehen und im nächsten Jahr wieder als „Königsgemüse“ auf den Tellern Platz nehmen. Welcher „Spargelwein“ sollte nun zu welcher Spargelsorte gereicht werden?

Weißer Bleichspargel

Weißer Bleichspargel punktet mit einem feinen milden Geschmack, gepaart mit einer zartbitteren Note. Er ist die Spargelsorte, die am dezentesten schmeckt. Besonders gut lassen sich zu diesem Gemüse beispielsweise Silvaner (Franken, Rheinhessen), Müller Thurgau und Gutedel aus Baden (Markgräflerland) kombinieren.

Violetter Bleichspargel

Geschmacklich zeichnet sich der violette Bleichspargel durch eine feine Milde, aber mit ausgeprägteren Bitternoten aus. Er ist aber gegenüber seinem weißen Pendant etwas würziger und kräftiger. Daher kann zu diesem Gemüse ein frischer spritziger Rivaner aus Franken oder ein badischer Weißburgunder kredenzt werden.

Grünspargel

Gegenüber dem weißen und violetten Bleichspargel ist der Grünspargel kräftiger und herzhafter im Geschmack. Er erinnert geschmacklich an Wildspargel. Auch die Aromen sind intensiver. Aber was die Säure betrifft, da ist er genauso empfindlich, wie seine beiden Verwandten. Aufgrund seines herzhafteren Geschmackes ist ein Tropfen mit ein wenig mehr Eigengeschmack, beispielsweise ein nicht in Barrique gereifter Chardonnay, Grauburgunder oder ein Riesling aus der Pfalz zu bevorzugen. Aber auch ein gut gekühlter Roséwein passt dazu.

Da das königliche Gemüse meist mit anderen Speisen kombiniert wird und die Zubereitungsart eine nicht unbeträchtliche Rolle spielt, sollte die Auswahl des Weines mit besonderer Sorgfalt geschehen. Doch welcher passt nun zu welchem Gericht?

Zubereitungsarten und Wein

Bleich- oder Grünspargel werden meist nicht solo, sondern mit diversem Beiwerk, wie Kalbs- oder Schweineschnitzel, Petersilienkartoffeln, gekochtem oder rohem Schinken, Soße Hollandaise oder zerlassener Butter sowie Vinaigrette oder Dressing verspeist. Die Auswahl des zu kombinierenden Weines wird von der Soßenwahl bestimmt. Damit das vielfältig zubereitbare Königsgemüse ein rundum köstliches kulinarisches Erlebnis wird, ist es mit dem richtigen Traubensaft zu kombinieren. So zum Beispiel:

Der Silvaner (Rheinhessen) ist mit dezenten, fruchtigen Noten von Quitte und Stachelbeere die optimale Begleitung, wenn es um Spargelgerichte mit gekochten, milden oder luftgetrockneten, mild-würzigen Schinken geht. Hier harmoniert die liebliche Würze des Gemüses mit der salzigen des Schinkens und der feinen fruchtigen Note des Weines ideal. Ist der Schinken kräftiger, dann kann sogar ein leichter, gekühlter Rotwein serviert werden. Aber auch zu Spargelgerichten mit Butter oder Olivenöl und Kartoffeln ist ein Silvaner immer die richtige Ergänzung. Ein Grüner Silvaner oder Weißburgunder (beide Baden), ein französischer Chardonnay und ein aromatischer Sauvignon Blanc (Südfrankreich) passen ebenfalls dazu.

Wählt man ein Spargelgericht mit einer opulenten Hollandaise oder Remouladensoße ist ein frischer, trockener Spargelwein mit einem volleren Körper, aber zarten, fruchtigen Noten, wie der Weißburgunder aus Baden oder der Pfalz empfehlenswert. Aber auch mit einem guten, etwas gereiften Sauvignon Blanc mit weniger Säure, einem Moselriesling und einem Viognier aus Frankreich lassen sich derartige Gerichte komplettieren. Für die Hollandaise kann sogar ein Barriquewein gewählt werden.

Zu Spargelgerichten mit Fleisch passen sowohl Weißwein als auch Rotwein. Es kommt dabei nur auf die Fleischsorte an. Wird das Edelgemüse mit Schweine- oder Kalbsschnitzel beziehungsweise einem leckeren, mild gewürzten Schweinebraten oder Schweinefilet gereicht, dann sorgen herzhafte Weiß- und Grauburgunder oder ein Chardonnay für Harmonie.

Liegt neben dem Königsgemüse ein gegrilltes Rindersteak, Lammkotelett oder Lammkarree auf dem Teller, dann kann man sogar eine Flasche Rotwein öffnen. Hierfür ist ein nicht zu mächtiger, aber trotzdem geschmacklich intensiver Spätburgunder (Ahr oder Franken) empfehlenswert.

Bei Fisch und Krustentieren ist zur Erhaltung der feinen Spargelaromen auf eine milde Zubereitung zu achten. Ergänzt werden sollten derartige Gerichte mit einem weißen Burgunder (Pfalz) oder einem Rivaner (Franken). Die Aromen dieser Weine ergänzen sich optimal mit denen des edlen Gemüses.

Serviert man gedünstete Fischspeisen mit dem Stangengemüse, sollte zwischen Weißburgunder und Silvaner gewählt werden. Gebratener Lachs, Lachsforelle oder Saibling freut sich über einen trockenen Riesling. Reicht man den gebratenen Lachs mit Bozner Soße, ist auch ein seriöser Roséwein denkbar. Wird aber ein Zanderfilet in reichlich Butter gebraten und mit Spargelgemüse serviert, dann ist ein Chardonnay das richtige Getränk.

Ein halbtrockener Moselriesling oder ein trockener Muscat d’Alsace, der über eine zarte Restsüße verfügt, ist zu Spargelgerichten mit fruchtiger Schaumsoße optimal.

Die Weinauswahl für die beliebte Spargelsuppe hängt von deren Konsistenz ab. Das heißt, dass eine deftige und sämige Spargelcremesuppe idealerweise mit einem trockenen Weißwein komplettiert wird. Dieser Tropfen sollte über eine feinnervige Säure und viel Schmelz verfügen. Zu empfehlen sind ein klassischer Weißburgunder und ein grüner Veltiner, der allerdings jung und nicht zu grasig sein sollte.

Zu Spargelgerichten mit würzigem, kräftigem Grünspargel passen fruchtige Roséweine, vor allem Spätburgunder. Grünspargel zu Rindfleisch oder Schweinemedaillons kann sogar mit fruchtbetontem, leichtem bis mittelschwerem Rotwein kombiniert werden. Wird ein Spargelsalat aus Grünspargel angeboten, dann sollte man sich als Ergänzung für trockenere, leichte Weißweine, wie den fränkischen Silvaner, den Rivaneraus Baden oder den norditalienischen Sauvignon, entscheiden. Ansonsten harmonieren Spargelsalate mit feinem, würzigen Dressing oder milder Vinaigrette auch mit einem halbtrocknen Riesling (Rheingau) beziehungsweise Gavi aus Piemont. Wird er lauwarm gegessen, dann ist ein Grüner Veltiner die richtige Wahl.

Sehr gern wird der Grünspargel auch angebraten serviert. Aufgrund des kräftigen Eigengeschmacks und der beim Braten entstehenden Röstaromen bietet sich der Sauvignon Blanc (Pouilly-Fumé) mit rauchiger Mineralität an. Es kann aber auch ein Roséwein mit wenig Säure sein.

Schon anhand der verschiedenen Zubereitungsarten ist erkennbar, dass das königliche Gemüse zu vielen Speisen gereicht werden kann. Mit dem Spargelwein sieht es schon ein wenig anders aus, denn jedes Gericht verlangt zu seiner Vollkommenheit einen aromatisch passenden Tropfen.

Wie wäre es, mit Freunden oder der gesamten Familie gemeinsam zu kochen und das „essbare Elfenbein“ in allen seinen Variationen zu genießen. Natürlich in Kombination mit dem richtigen Spargelwein.

Tipps für einen kulinarischen Spargel-Abend mit Freunden oder Familie

Wie das alte Sprichwort „Bis Johanni nicht vergessen: Sieben Wochen Spargel essen“ schon erkennen lässt, kann der Spargelliebhaber nur für einen begrenzten Zeitraum das frisch vom Feld geerntete Gemüse genießen. Da dies in jedem Jahr so ist, kann ein gemeinsames Kochen mit Freunden oder mit der Familie von jedem Einzelnen rechtzeitig geplant werden.

Gemeinsam in der Küche zu stehen und das Königsgemüse zu schälen, zu schnippeln, zu würzen und zu kochen und dann noch ein edles Tröpfchen dazu zu trinken, das ist wohl die schönste Beschäftigung. Ein solcher Abend bietet sich natürlich an, wenn alle Teilnehmer begeisterte Feinschmecker von Spargelgerichten sind. Man muss sich nur einig sein, ob man ein Spargelmenü, das am Tisch serviert wird, oder ein Spargelbuffet zur Selbstbedienung anbieten möchte.

Spargelmenü

Ein Spargelmenü lässt sich im Team besonders gut kochen. Daher kann es ruhig mehrere Gänge beinhalten. Hier ein paar Vorschläge:

Da wäre zunächst einmal ein leckeres Schaum- oder Cremesüppchen vom Bleichspargel. Diese können dann mit verschiedenen Einlagen abgewandelt werden. Dazu gehören neben Spargelstückchen auch Parmaschinken, Pilze, Zuckerschoten und Erbsen. Besonders edel wird die Suppe, wenn Muscheln, Garnelen, Hummerfleisch oder Lachsbällchen hineingegeben werden. Sehr lecker wird die Spargelcremesuppe, wenn ein kleiner Schuss trockener Weißwein zugegeben wird. Für einen asiatischen Touch verfeinert man die Suppe mit Kokosmilch, Ingwer, Koriander und Zitronengras. Soll sie sehr ausgefallen sein, dann rundet man sie mit Orangensaft und Vanille ab.

Der zweite Gang wäre dann eine Vorspeise oder ein Salat aus dem Stangengemüse. Ein Spargelsalat mit Erdbeeren, das Traumduo des Frühlings, ist fruchtig und frisch. Generell sollte für die Salate entweder eine frische Vinaigrette aus Balsamicoessig, Zitronensaft, etwas Spargelsud, wenig Fleischbrühe, Öl und frischem Schnittlauch, abgeschmeckt mit Pfeffer und Salz, oder ein leichtes Dressing aus Olivenöl, Zitronensaft und Zwiebel, abgeschmeckt mit Pfeffer und etwas Zucker, verwendet werden.

Aber auch eine Bleichspargelmousse mit gebratenem Grünspargel und Aprikosen sind ein Genuss. Sehr edel schmeckt auch eine Spargelterrine mit Räucherlachsmantel. Wer es einfacher und dennoch lecker mag, der sollte einen Spargeltoast mit Rührei probieren.

Meist wird der Hauptgang klassisch serviert. Das heißt, Spargelstangen mit Soße Hollandaise oder zerlassener Butter beziehungsweise Butterbröseln, in Scheiben geschnittenem gekochtem oder rohem Schinken, paniertem Schweine- oder Kalbsschnitzel und Kartoffeln. Das Gericht schmeckt aber auch mit Räucherlachs, Hähnchenbrustfilet oder Zander mit Balsamico sehr lecker. Wird gebratenes Kalbsrückensteak oder Rinderfilet dazu gereicht, ist das Gericht besonders edel. Gut kommt auch eine Spargelplatte mit zwei verschiedenen Fleischsorten, wie Putenmedaillons und Kasslerbraten, mit Bleich- und Grünspargel, Soße Hollandaise mit Zitronenraspeln und Kerbel an.

Das Finale des Menüs bildet das Dessert. Ja, auch aus dem königlichen Stangengemüse kann ein Dessert zubereitet werden. Eine Schokoladencreme aus dunkler Kuvertüre, Creme fraiche, Erdbeeren und feinen Bleichspargelstreifen ist schnell zubereitet. Ein Highlight unter den Desserts ist das grüne Spargeleis mit Erdbeeren. Aber auch eine Spargelmousse mit Erdbeeren oder eine Creme brulee mit Bleichspargel ist nicht zu verachten. Ideen für Ihr Spargelessen finden Sie z.B. hier.

Man sollte aber unbedingt daran denken, dass der zu reichende Weißwein mit den Aromen der Speisen harmoniert. Auf alle Fälle sollte er vor dem Trinken angenehm gekühlt worden sein.

Spargelbuffet

Auf dem Spargelbuffet sind alle Köstlichkeiten rundum das Königsgemüse, die auch im Menü enthalten sind, klassisch und raffiniert zubereitet. Hier sind neben dem Edelgemüse und Kartoffeln auch Spargelsuppen, Vorspeisen, Salate und verschiedene Fleischgerichte, wie Schnitzel, Filet, Kassler, Fisch und mehr, Soße Hollandaise, Butterbrösel und zerlassene Butter angerichtet. Auch das süße Finale fehlt nicht. Bei einem Buffet ist jedoch dafür zu sorgen, dass die Speisen auch lang genug warmgehalten werden. Das Spargelbuffet hat den Vorteil, dass der Gast sich seine Speisen selbst auf den Teller geben kann und dies über den ganzen Abend hinweg. Der Gastgeber kann sich somit um seine Gäste kümmern und den Abend ebenfalls genießen.

Gemeinsam mit Freunden oder der ganzen Familie zu kochen, das ist ein geselliger Küchenspaß, dessen Resultat ein perfektes Dinner ist. Dazu kann man nur noch einen „Guten Appetit!“ wünschen.

Roséweine liegen voll im Trend

Roséwein – ein Wein, der durch seine geschmackliche Vielfalt weltweit Weinliebhaber überzeugt

Leckere Rosé WeineDer aus roten Trauben hergestellte helle Roséwein liegt im Trend. Er ist nicht nur in Restaurants, Weinbars und Bistros sehr beliebt, sondern auch auf der heimischen Terrasse und auf sommerlichen Gartenpartys. Besonders in der warmen Jahreszeit wird der aus roten oder blauen Trauben hergestellte Roséwein als erfrischender Allroundwein und Alternative zum Rotwein geschätzt. Das Farbspektrum des Weines reicht von Lachs bis zu Kirschrosé. Die Farbe hängt davon ab, wie lange die Beeren auf der Maische liegen. Daher dürfen die Beeren bei der Herstellung eines Roséweines nur kurze Zeit oder gar keinen Kontakt mit der Maische haben. Das Resultat ist ein erfrischender, geschmackvoller, köstlicher Wein, der nicht nur einen Gaumenschmaus abrundet, sondern auch so manchem Weinliebhaber den Abend versüßt.

Die Geschichte des Roséweines

Obwohl die Geschichte des Weines schon mehrere Jahrtausende vor Christus in den Hochkulturen des Nahen Ostens begann, geht man heute davon aus, dass der Roséwein erst im Mittelalter in Klöstern hergestellt und verkauft wurde. Der genaue Zeitpunkt ist jedoch nicht bekannt. Eines steht aber fest, er stammt definitiv aus Frankreich.

Erst nachdem Frankreich in den folgenden Jahrhunderten seine Handelstätigkeiten intensivierte, wurde der Roséwein auch in anderen Ländern bekannt. So kamen der Rosewein selbst und das Wissen um seine Herstellungsverfahren auch nach Europa und somit auch nach Deutschland. Die außerhalb Frankreichs ansässigen Winzer fingen aber erst im 18./19. Jahrhundert mit der Produktion dieser Weinsorte an.

Im Jahre 2009 wurde sogar seitens der EU über diesen Wein in der Öffentlichkeit debattiert. Damals ging es um die Legitimation eines vereinfachten Herstellungsprozesses. Dieser Gesetzesvorschlag, der vorsah, den Roséwein durch den Verschnitt von Weiß- und Rotwein herzustellen, wurde jedoch aufgrund heftigen Widerstandes der Winzerverbände zurückgezogen. Die Winzer bangten um den Ruf und die Qualität des Produktes.

Heute wird der Rosewein weltweit angebaut, nach alt herkömmlichen Herstellungsverfahren produziert und vermarktet. Dieser Streitfall lässt erkennen, dass das Verfahren zur Roséherstellung einige Besonderheiten aufweist. Doch welche diese sind und welche Verfahren zur Herstellung des Weines zum Tragen kommen, wird nachfolgend näher erläutert.

Die Herstellung des Roséweines

Aufgrund ihres Facettenreichtums in Geschmack und Farbe sind die Roséweine sehr beliebt. Sie werden aus per Hand gelesenen roten oder blauen Trauben roter Rebsorten produziert. Dies geschieht aber nicht, wie des Öfteren fälschlicherweise angenommen, durch Verschneiden von fertigen Rot- und Weißweinen. Ein Verschnitt ist nur bei Rosé-Schaumwein oder Champagner gestattet. Für die Produktion von Roséweinen stehen drei unterschiedliche Herstellungsverfahren zur Verfügung. Diese sind das Mazerations-Verfahren, das Abpress-Verfahren und das Saignée-Verfahren.

Das Mazerations-Verfahren

Die Mazerations-Methode ist das klassische Herstellungsverfahren von Roséwein und wird am häufigsten praktiziert. Bei der Mazeration haben die Schalen der gekelterten Trauben direkten Kontakt mit dem Most. Bei diesem Vorgang geben die Traubenschalen ihre Farbe ab und lösen zu Beginn der Gärung einen Hauch pflanzlicher Gerbstoffe, sogenannte Tannine, heraus. Während dieser Zeit wird die Gärung der Maische, die aus Saft, Fruchtfleisch, Traubenkernen und Schalen besteht, genau beobachtet. Die Maischestandzeit, meist zwei bis drei Tage, wird erst unterbrochen, wenn der gewünschte Farbton erreicht ist. Je länger der Schalenkontakt ist, umso dunkler wird der Roséwein in der Farbe und desto voller und intensiver wird sein Geschmack. Aufgrund der kurzen Maischegärung enthält der Roséwein kein oder kaum Tannin und schmeckt somit weder bitter noch herb. Erst wenn die Maische die gewünschte Farbe angenommen hat, werden die festen Bestandteile abgepresst.

Das Abpress-Verfahren

Bei dieser Herstellungsmethode sollten sehr dunkelbeerige Reben verwendet werden. Mazeriert werden die roten Trauben bei diesem Verfahren jedoch nicht. Sie werden nach der Lese direkt gepresst. Dabei geben die Beerenschalen nur wenig Farbstoff ab, wodurch der gepresste Most nur eine leichte Rosafärbung aufweist. Er ist die Basis für helle Roséweine. Der so entstandene Most wird nun ohne Schalen analog Weißwein vinifiziert. Das heißt, der Most wird in einen Gärtank gegeben, vergoren und nach fertiger Gärung gefiltert und geschwefelt. Danach kann der Wein in Flaschen abgefüllt werden. Hierbei ist Sterilität sehr wichtig, da Verunreinigungen beispielsweise in der Flasche ein Nachgären zur Folge haben könnte.

Auch die Weinsorte „Weißherbst“ ist ein Rosewein. Bei der Weißherbstherstellung kommt das gleiche Verfahren wie bei der Weißweinproduktion zum Einsatz. Das heißt, der Most wird von den Trauben vor Gärungsbeginn abgepresst. Dadurch erhält der Wein eine leichte Roséfärbung. Es dürfen jedoch nur Trauben von einer einzigen roten Rebsorte, die aus einer Lage stammen muss, verwendet werden. Soll der fertige Wein nachgesüßt werden, darf die Süßung nur mit dem unvergorenen Most der verwendeten Trauben in der gleichen oder höheren Qualitätsstufe, der sogenannten Süßreserve, vorgenommen werden. Bei Weißherbst ist es auch erlaubt, fünf Prozent Rotwein derselben Rebsorte zuzusetzen.

Das Saignée-Verfahren

Das Wort „Saignée“, französisch „Aderlass“, lässt schon vermuten, dass auch bei dieser Methode der Herstellung von Roséwein die Beerenschalen ihre Farbe „ausbluten“. Ja, auch bei diesem Verfahren wird der Most samt Schalen zum Gären in einen Tank gegeben. Bereits nach wenigen Stunden zieht der Winzer, ohne vorher die Schalen zu entfernen, zehn bis 20 Prozent des rosafarbenen Mostes ab. Diese Menge wird zur Vinifizierung in einen eigenen Tank verbracht. Das Resultat ist ein dunkler Roséwein mit intensivem Geschmack. Die verbliebene Mostmenge mit Schalen wird durch weitere Mazeration zu einem kräftigen Rotwein mit intensiver Farbe ausgebaut. Also entstehen bei der Saignée-Methode zwei Weine, nämlich ein Roséwein und ein Rotwein.

Roséwein – sein Facettenreichtum

Roséwein wird in den Geschmacksrichtungen trocken (Restzuckergehalt vier Gramm pro Liter), halbtrocken (Restzuckergehalt bis zu zwölf Gramm pro Liter), lieblich (Restzuckergehalt bis zu 45 Gramm pro Liter) und süß (Restzuckergehalt ab 45 Gramm pro Liter) angeboten. Ihre Aromen reichen von fruchtig-frisch, wie von Himbeere, Erdbeere, Pfirsich, Apfel und Litschi, über blumige Aromen, wie Rose und Hibiskus, bis hin zu Kräuternoten und Rauchnuancen.

Aber auch der Charakter der jeweils verwendeten Rebsorte und die regionalen Besonderheiten tragen zum Geschmack des Roséweines bei. Da ist es nicht außergewöhnlich, dass sich ein Rosé, der in Deutschland hergestellt wurde von einem in Frankreich, Spanien, Italien oder Südafrika produzierten Roséwein, geschmacklich unterscheidet. Eines sind die Roséweine auf alle Fälle, ganz gleich, wo sie hergestellt wurden, sie sind erfrischend, lecker und süffig.

In Deutschland wird der Roséwein überwiegend aus den Trauben der Spätburgunderrebe gewonnen. Besonders der „Weißherbst“ ist sehr beliebt. Zum Beispiel zeichnen sich deutsche Roséweine durch Noten von Honig und Erdbeere (Weinbaugebiet Baden und Rheingau) und frischen, rassigen Nuancen (Weinbaugebiete Pfalz und Württemberg) sowie fruchtigen-feingliedrigen Noten mit mineralischen Facetten (Saale-Unstrut-Region) auf.

Ein Roséwein, der in der Provence in Frankreich produziert wurde, hat ein lebhaftes Aroma mit floralen Nuancen, einer leichten Salznote und einer angenehmen Mineralität. Zum Beispiel zeichnen sich die, unter der Schirmherrschaft von Angelina Jolie und Brad Pitt hergestellten, Roséweine durch Fruchtigkeit und lebendige Trockenheit aus. Kommen die Weine aus Südfrankreich, haben sie ein florales Bouquet und weisen einen runden Körper und vollmundiges Gefühl am Gaumen auf.

Die in Spanien produzierten Roséweine sind in ihrer lachsroten Farbe sehr ansprechend und punkten mit ihren fruchtigen Noten. Hier sind Hibiskus und Erdbeere dominierend. Der „rosado“, so wird der Roséwein in Spanien genannt, wird meist aus der traditionellen Rebsorte „Tempranillo“ hergestellt. Er präsentiert sich in einem blumigen Bouquet, in dem bunte Sommerblumen dominieren. Erdbeer- und Waldbeeraromen, die von einer pfeffrigen Note flankiert werden, sowie eine feine Säure lassen den spanischen rosado zu einem besonderen Erlebnis werden.

Aus Südafrika kommen Roséweine, die lebhaft-fruchtig, leicht und erfrischend, aber auch vollmundig und intensiv sind. Nicht nur ihr Bouquet ist von roten Früchten geprägt, auch ihre Farbe ist leuchtend. Dank ihrer harmonischen Säure und ihrer dezenten Fruchtsüße werden die südafrikanischen Roséweine gern beim Grillen und zu sommerlichen Salaten getrunken.

Doch zu welchen Gerichten wird welcher Roséwein gereicht?

Obwohl der typische Roséwein sehr fruchtig, frisch und mit einer dezenten Süße und leichter Säure ausgestattet ist, wird er, wie schon erwähnt, in trockene, halbtrockene, liebliche und süße Weine unterteilt. Da der Säuregehalt bei den einzelnen Weinen sehr unterschiedlich ist, ist es verständlich, dass nicht jeder Roséwein zu jeder Speise kombiniert werden kann. Grundsätzlich handelt es sich bei Rosés um leichte Weine, die sehr gut zu sommerlichen Gerichten passen.

Mit einem trockenen Roséwein werden gerne Meeresfrüchte, Gemüsegerichte, gegrillte und gebratene Fleischgerichte, Pizza und Pasta sowie Kalbfleisch, Käse und Knabbereien ergänzt.

Halbtrockene Weine werden zu gedünstetem und gegrilltem Fisch gereicht. Aber auch zu hellen Fleischgerichten, süßsaure Speisen, zu Käse und Knabbereien passt ein halbtrockener Roséwein.

Ein lieblicher Roséwein ist ein Wein zum Genießen. Er ist der Richtige für Leckermäulchen. Auch zu leichten Sommergerichten, wie ein Rucolasalat mit Ziegenkäse oder Wachtelbrüstchen, schmeckt er super.

Verhältnismäßig süßer Roséwein ist die optimale Ergänzung zu fernöstlichen und asiatischen, scharfen Speisen, da er hier dafür sorgt, dass die Schärfe abgepuffert wird. Er eignet sich aber auch zu Obstsalaten, Desserts und Käse, wie Blauschimmelkäse.

Doch nicht nur zu Speisen sollte der Roséwein gereicht werden. Da er sehr süffig ist und süß schmeckt, ist er gekühlt für einen geselligen, sommerlichen Terrassenabend mit Freunden das richtige Getränk. Auch als Mitbringsel beim Besuch der Mutter oder beim gemütlichen Plausch mit der Nachbarin auf der Terrasse ist ein Fläschchen Roséwein prädestiniert. Er eignet sich auch für romantische Zwecke. Sei es bei einem Picknick im Grünen mit dem geliebten Menschen, bei einem Candle-Light-Dinner oder dem ersten Date – der rosafarbene Sommerwein ist ein verführerischer Begleiter.

In der Regel werden Roséweine aus mittelgroßen Gläsern mit einem sich nach oben etwas verjüngendem Kelch getrunken. In diesem Glas ist es dem Wein möglich, durch die erhöhte Luftzufuhr seine Aromen in voller Bandbreite zu entfalten. Die Trinktemperatur sollte acht bis zwölf Grad Celsius nicht überschreiten. Am besten schmecken diese Weine jedoch gekühlt.

Doch bevor mit dem Genießen des Weines begonnen werden kann, sollten die Gläser und eine Karaffe aviniert und der Wein dekantiert werden. Das heißt, dass zunächst Gläser und Karaffe mit einem Probewein, nicht mit Wasser, ausgespült werden. Dadurch werden vorhandene fremde Aromen und Gerüche, die den Geschmack des Weines beeinflussen könnten, von der Glasoberfläche entfernt. Beim Dekantieren wird der Wein aus der Flasche in eine Karaffe umgefüllt. Dabei beginnt der Wein zu atmen und die Aromastoffe können sich vollständig entfalten. Außerdem trennt er sich bei diesem Vorgang von den Trübstoffen, die noch enthalten sind.

Weinliebhaber, die gern ein paar Flaschen mehr vom Roséwein im Hause haben möchten, sollten ihn auch richtig lagern. Ideal wäre ein Weinklimakühlschrank beziehungsweise ein Kühlhaus. Doch diese stehen in den meisten Haushalten nicht zur Verfügung. Es ist aber auch völlig ausreichend, wenn die Flaschen lichtgeschützt und liegend an einem dunklen Ort gelagert werden. Hierbei ist aber darauf zu achten, dass große Temperaturschwankungen vermieden werden. Optimal ist die Lagerung eines Roséweines im Originalkarton in einem dunklen Kellerraum. So ist jede Flasche Wein nicht nur vor Wärme, sondern auch vor Licht geschützt. Im Allgemeinen sollten Roséweine nicht länger als ein bis zwei Jahre gelagert werden. Sie schmecken am besten, wenn sie jung getrunken werden, da die Fruchtaromen sehr ausgeprägt sind und daher sehr deutlich zur Geltung kommen.

Kurz:

Bei den Roséweinen handelt es sich um Sommerweine, die nicht nur von Frische gekennzeichnet und fruchtig sind, sondern sie sind gekühlt getrunken auch besonders lecker und süffig. Mit diesen wunderbaren lachs- bis kirschroséfarbene Sommerweinen lassen sich viele Speisen und Gerichte optimal komplementieren. Aber auch bei Sommerpartys, Grillabenden mit Freunden oder bei einem gemütlichen Plausch mit der Familie und Nachbarn auf der Terrasse kommt der Roséwein gut an. Gewählt werden kann aus trockenen, halbtrockenen, lieblichen und süßen Weinen. Natürlich spielt bei der Entscheidung, welcher Rosé infrage kommt, immer die persönliche Vorliebe eine entscheidende Rolle.

Erwerben kann man Rosé-Weine direkt beim Winzer, im Weinfachhandel oder in renommierten Onlineshops, wie z.B. genuss7.de. Es ist aber grundsätzlich bei dem Kauf einer Flasche Roséwein darauf zu achten, von welcher Rebsorte dieser stammt. Nur so erhält der Kunde Aufschluss darüber, über welches spezifische Aroma der Wein verfügt. Roséwein liegt voll im Trend und ist nicht nur bei Weinliebhabern sehr beliebt. Er hat heute neben Rot- und Weißwein seinen festen Platz auf dem Weinmarkt eingenommen und sich fest etabliert. Er wird sehr gern getrunken, was anhand der Nachfrage mit steigender Tendenz belegbar ist.

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Piff Paff Puff! – Der etwas andere Rosé, jetzt neu im Weinregal.

Der Kult Rosé Piff Paff Puff!

Piff Paff Puff! Rosé Wein Christoph Hammel / Pfalz „Piff Paff Puff! – Wenn es nicht rosa glitzert ist es ja sinnlos“ – Dieser Spruch prangt plakativ auf dem neuen Rosé Wein vom renommierten Pfälzer Winzer Christoph Hammel vom Weingut Hammel & Cie.  Damit ist klar, die konservative Weinkundschaft soll mit diesem neuen Rosé nicht bedient werden. Der Rosé wurde speziell für den Online Weinversender genuss7.de gefüllt und ist eine Ergänzung zur Weißweincuvée BAM! die letztes Jahr prämiere feiern konnte. Genau wie der BAM! ist dieser Rosé ebenfalls im Comic Stil gehalten. Beide Weine sind unkompliziert und trinkfreudig.

Christoph Hammel meint….

Christoph Hammel sagt zum Piff Paff Puff! Rosé: “Dieser Rosé passt in den Sommer und stellt dabei keine großen Ansprüche. Für mich war es wichtig, dass dieser Wein zu jeder sich bietenden Gelegenheit passt. Das Anzeige was nicht zu diesem Wein passt sind Anzug und Krawatte.“

Die Pfalz ist deutschlandweit Vorreiter, wenn es um Weine von hoher Qualität geht, die gleichzeitig medienwirksam vermarktet werden. Den Grundstein dafür hatte damals Markus Schneider mit seinen Weinen wie Black-Print, Ursprung oder Kaitui gesetzt.

Die Piff Paff Puff Qualifikation

Christoph Hammel liebt nicht nur trinkfreudige Weine von hoher Qualität sondern er tobt sich auch gerne bei der Präsentation aus. Sein letztes Werk war der Topp Rosé „Für mich soll’s rote Rosen regnen.“, der preislich zwar ambitioniert war doch trotz allem vom Markt sehr gut angenommen wurde. Das Christoph Hammel gute Rosé-Weine kreieren kann, hat er schon mehrfach bewiesen, sein Standard Rosé „Sophie Helene“ hat beim größten Rosé-Weinwettbewerb, dem Rosé Cup Berlin 2017 immerhin den 2. Platz belegt.

Piff Paff Puff! ist Kult ?

Ob sein neuer Rosé ebenfalls zum Hit wird, das wird sich zeigen. Inhaltlich kann dieser Rosé mit einer guten Aromatik von Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, Johannisbeeren, etwas Zitrus und Pfingstrosen punkten. Am Gaumen ist er frisch, saftig, mit feiner Frucht und beschwingt. Seine Aufmachung wird bestimmt ihre Liebhaber finden und beides zusammen hat vielleicht sogar Kult-Potenzial. Die Zeit und die Akzeptanz im Markt wird es zeigen. Bestellen kann man den Wein unter der URL https://www.genuss7.de/piff-paff-puff.html beim Wein Versender genuss7.de in Schönaich.

Fazit

Der Wein ist ab sofort lieferbar und eignet sich bestens als Begleitung von Junggesellinnen-Abschieden und Hochzeiten, als Terrassenwein und für Partys. Piff Paff Puff ist einfach alles außer bieder.