Weingut von Othegraven, das Weingut von Günther Jauch

Weingut von Günther JauchDas renommierte Weingut von Othegraven im rheinland-pfälzischen Kanzem an der Saar existiert bereits seit dem 15. Jahrhundert. Es erstreckt sich über eine Fläche von etwa 12,5 Hektar und bietet mit seinen steilen Südhängen, den rauen Schieferböden und seinem Klima perfekte Bedingungen für den Weinbau. Seit dem Jahr 2010 ist der Besitzer des Weingut Günther Jauch.

Seit dem Jahr 1805 befindet sich das Weingut in Familienbesitz. Im Jahr 1995 erbte Dr. Heidi Kegel das Weingut von ihrer Tante Maria von Othegraven und verkaufte es 2010 an den Fernsehmoderatore Günther Jauch, einem Enkel von Elsa von Othegraven.

Das Weingut gehört dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter VDP/Grosser Ring Mosel-Saar-Ruwer an und produziert ausschließlich hervorragende Rieslinge.

Der Kanzemer Altenberg ist als Erste Lage bewertet und bietet eine Anbaufläche von etwa 7 ha an Steilhängen in Süd-Süd-Ost Ausrichtung. Der Boden ist von Devon-Schiefer geprägt und enthält Spuren von Eisenoxid. Hier wächst der Wein, der für den Riesling Kanzemer Altenberg Großes Gewächs verarbeitet wird.

Auch der Wiltinger Kupp mit hellem Schieferboden und der Ockfen Bockstein mit grauem Schieferboden gehören zu den besten Lagen an der Saar.

Kellermeister und Geschäftsführer vom Weingut von Othegraven ist Andreas Barth. Er arbeitet getreu dem Motto „Die Traube entscheidet, was sie wird“. Die Trauben werden von Hand verlesen und dürfen besonders lange reifen. Damit garantiert er eine konstant hohe Qualität der von Othegraven Rieslinge, vom Weingut von Günther Jauch.

Links :
Weingut von Othegraven 

Weine von Othegraven :
Weingut von Othegraven Riesling Kanzemer Altenberg Großes Gewächs
Weingut von Othegraven Wiltinger Kupp Riesling trocken QbA
Weingut von Othegraven Riesling trocken QbA

Sauvignon Blanc aus der Pfalz – Wein Weißwein

Sauvignon Blanc aus der Pfalz

Sauvignon Blanc aus der Pfalz

Es gibt wohl momentan keine weiße Rebsorte die mehr im Trend liegt als Sauvignon Blanc. Ursprünglich stammt die Rebsorte aus Frankreich und ist Bestandteil in so gut wie allen weißen Bordeaux-Weinen. Aber reinsortig kennt man sie von der Loire als Sancerre oder Pouilly Fumé. Diese Weine erfreuten sich bis in die 1980er Jahre großer Beliebtheit, gerieten aber dann durch den “Chardonnay-Boom” fast in Vergessenheit. Auch die in
Nordamerika als “Fumé Blanc” mit Holz geschwängerten Exemplare fanden kaum
noch Abnehmer. Sauvignon Blanc war “out” und die Rebflächen wuchsen weltweit
nicht mehr.

Einzige Ausnahme war Neuseeland, dort erkannte man das Potential dieser Rebsorte und fand seinen eigenen Stil: Üppig, mit grüner und exotischer Aromatik. In den 1990er Jahren sorgten Weine wie der Cloudy Bay Sauvignon Blanc für Furore. Durch diesen Erfolg beflügelt schossen die Weingüter in Neuseeland wie die Pilze aus dem Boden. Sauvignon Blanc so weit das Auge reichte und hohe internationale Bewertungen verhalfen der Rebsorte zu einer Renaissance.

Da die Rebsorte sehr anpassungsfähig ist musste man nicht lange warten bis sie weltweit wieder vermehrt angebaut wurde. Natürlich wurde dieser Trend auch in Deutschland erkannt und vorallem in der Pfalz standen schon sehr früh (um 1993) einige Parzellen im Versuchsanbau. Seit 2001 ist Sauvignon Blanc in der Pfalz für den Qualitätsweinbau zugelassen und die Rebfläche ist inzwischen förmlich explodiert.

In der Stilistik gibt es in der Pfalz inzwischen viele verschiedene Typen, wobei mich die Mischung zwischen alter- und neuer Welt am meisten begeistert. Das grüne exotische gepaart mit einer reifen und eleganten Art birgt in sich ein faszinierendes Spiel der Gegensätze. Wie erreicht man diese Gegensätze? Müssen es wie im Falle bei Oliver Zeter 7 verschiedene Klone aus 7 verschiedenen Weinberge sein? Oder reicht es einfach die Trauben in verschiedenen Reifestadien zu ernten? Sicherlich wird das Aroma etwas
differenzierter wenn man wie Oliver Zeter vorgeht, jedoch erreicht man diese Stilistik generell durch das ernten von optimal reifen Beeren mit kleinen Anteilen von “grünen” und überreifen Trauben.

Folgende Weine spiegeln diese Stilistik wunderbar wieder:
Markus Schneider Kaitui Sauvignon Blanc trocken
Thomas Hensel Sauvignon Blanc trocken
Oliver Zeter Sauvignon Blanc trocken
Knipser  Sauvignon Blanc
Bassermann-Jordan Sauvignon Blanc
Weingut Pfaffmann Sauvignon Blanc trocken QbA
Weingut Bergdolt-Reif & Nett Sauvignon Blanc Avantgarde trocken QbA

Bodegas Vega Aixala – Spanien / Conca de Barbera / Katalonien – Rotwein aus Spanien

Wein aus Spanien bestellen

Spanischer Wein

Das Weinbaugebiet Conca de Barbera liegt zwischen den spanischen Weinbauregionen Costers del Segre und Priorat. Hier im Herzen Kataloniens ist das Klima mediterran geprägt. Durch den Umstand daß das Weinbaugebiet in einem von Bergen eingeschlossenem Flußtal liegt sind trotz der unmittelbaren Nähe zum Mittelmeer auch kontinentale Einflüsse spürbar. Die Böden sind ähnlich wie im Priorat von Schiefer und Kalk geprägt, die Anbauflächen liegen zwischen 200 und 900 Metern über dem Meeresspiegel.

Das Weingut Vega Aixala wurde 2004 von der gleichnamigen Familie in Vilanova de Prades gegründet. Mit Hilfe des sehr renommierten Önologen Marti Magriña Poblet wurden die Parzellen in ausgewählten Lagen mit einheimischen und internationalen Rebsorten angelegt. Im Keller wurde viel Geld investiert um ihn auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Die Rebanlagen stehen in einer Höhe von 800 bis 900 Metern über dem Meeresspiegel. Die Qualitätsphilosophie der Familie orientiert sich an den großen Häusern Spaniens. Die Lese erfolgt nur von Hand, die Trauben werden in kleinen Kisten in das Weingut gebracht. Dort wird so wenig wie möglich gepumpt, sondern fast ausschliesslich mit Schwerkraft gearbeitet. Auf diese schonende Art wird versucht zum führenen Weingut der Region aufzusteigen.

Das Portfolio des Weinguts umfasst momentan 4 Weine, einen Weißwein, einen Rotwein aus Spanien “Joven”, und einen Rotwein aus Spanien “Crianza”. Dazu den limitierten Spitzenwein “Dhuoda”. Die ersten 3 Weine standen heute zur Verkostung an:

Der Blanco wurde aus den Rebsorten Garnacha Blanca und einem kleinen Anteil von Chardonnay erzeugt. Der Wein zeigt eine feinfruchtige Nase von Apfel, Mango, Birne, Mandeln, Brioche, Schieferwürze, Geißblatt und Frühlingsblumen. Am Gaumen füllig, feinfruchtig, ganz milde Säure, elegante Züge, feinwürzig, mineralische Art, etwas langweilig wegen fehlender Säure, mittlere Länge. 80 Punkte, kein Lagerpotential.

Der Joven wurde aus den Rebsorten Tempranillo mit kleinen Anteilen von Garnacha und Syrah erzeugt. Das fruchtbetonte Bukett zeigt Aromen von Brombeeren, Kirschen, Heidelbeeren, Schokolade, Pfeffer, Schieferwürze, Orangenzesten und Veilchen. Am Gaumen fleischig, saftig, würzig, mineralisch, samtig, viel Frucht, kühles Wesen, viel Charme, süßliche Tannine, süffig, mittlere Länge. 84 Punkte bis 2014.

Die Crianza wurde aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Garnacha, Syrah, Carinena und Tempranillo erzeugt. Ausgebaut wurde der Wein für rund 12 Monate in Barriques aus amerikanischer und französischer Eiche. Etwas holzbetone Nase mit Aromen von Brombeeren, Cassis,Kirschen, Himbeeren, Vanille, Lakritz, Rauchfleisch, Nelken, Kräuter, Geißblatt und Veilchen. Am Gaumen fleischig, saftig, schöne Würze, kühle Art, muskulüse Eleganz, zeigt Finesse, viel Frucht, markantes aber noch gut eingebundenes Holz, viel samtenes Tannin. Langer Nachhall. 87 Punkte bis 2016.

Mein Fazit: Ein Weingut das man sicherlich in den nächsten Jahren weiterhin beobachten sollte, da die momentanen Ergebnisse beachtenswert sind. Mein Favorit ist der “Joven” da er durch seinen Charme und seine Süffigkeit total überzeugen kann und einfach “easy drinking” auf sehr gutem Niveau repräsentiert. Ein perfekter Wein zum Barbeque oder zum deftigen Vepser.

Bekannte Rotweine aus Spanien :